Den Ursprung für die moderne Palliativmedizin hat die Dame Cicely Saunders gelegt. Durch sie wurde im Jahr 1967 das St. Christopher`s Hospice in London als erste moderne stationäre Hospizeinrichtung weltweit eröffnet und die Betreuung wurde als „hospice medicine bezeichnet.

Die Begriffe „Palliativmedizin“ und „Palliativ Care“ wurden durch Dr. Balfour Mount in Kanada eingeführt, da der Begriff „hospice medicine“ dort bereits belegt war.

1983 eröffnete Professor Heinz Pichlmaier die erste Palliativstation an der Universität Köln.

1985 wurde in Deutschland der erste Hospizverein gegründet, der Christophorus Hospiz Verein in München.

Die Besonderheit in Deutschland liegt in der Trennung der beiden Systeme „Hospiz“ und „Palliativ“. Hierfür sind die unterschiedlichen Finanzierungsbedingungen verantwortlich.

Die Hospizarbeit wird vorwiegend durch Spenden und ehrenamtliche Tätigkeit ermöglicht, während Palliativmedizin und Palliativpflege ausschließlich durch die Krankenkassen honoriert werden.

Historie des ambulanten Hospizdienst Gauting

1996

Kontakt des Evangelischen Pfarrers, Dr. Gerhard Pfister, mit der Sozialpädagogin, Elizabeth d ´Elsa. Die Idee in Gauting, entsteht, gemeinsam Frauen und Männer als Hospizhelfer auszubilden.

1997

Erster Kurs „Sterbende begleiten lernen“ nach dem Celler Modell wird in Gauting angeboten. Ausbilder sind Dr. Pfister und Frau d`Elsa.

Weitere Kurse folgen 2003, 2004 und 2007.

2005

Dr. Günter Riedner löst Dr. Pfister als evangelischen Pfarrer ab. Die Frau des neuen Pfarrers, Dr. Carola Riedner ist Psychoonkologin und Palliativärztin und dem Hospizgedanken gegenüber sehr aufgeschlossen.

Zusammen mit Elizabeth d ´Elsa wird geplant, in Gauting einen Hospizdienst zu gründen. Anliegen ist die Sammlung der ausgebildeten freien Hospizhelfer/innen und die Organisation einer Hospizhelfer/innengruppe.

2006

Der Ambulante Hospizdienst Gauting wird gegründet und es werden Kontakte zu den benachbarten Hospizvereinen geknüpft.

Intensive Beratung durch den Referenten der Inneren Mission für Hospizarbeit, Herrn Pfarrer Kittelberger zur weiteren Planung und Organisation der Hospizarbeit in Gauting.

2007

Eine Koordinatoren-Stelle wird eingerichtet (auf 400.-€ Basis), und Elizabeth d ´Elsa absolviert die Ausbildung zur Koordinatorin.

Der Kirchenvorstand überträgt einem „Leitungskreis“ die organisatorische und konzeptionelle Verantwortung.

Aufnahme in den Bayerischen Hospizverband e. V.

Erarbeitung und Verabschiedung einer Geschäftsordnung.

Beginn regelmäßiger Treffen zur Praxisbegleitung und Supervision.

Integration der Trauerbegleitung mit Heidrun Zentgraf.

Elizabeth d ‘Elsa beendet ihre Tätigkeit als Koordinatorin.

2009

Franziska Scarisbrick übernimmt die Koordinatoren-Stelle und erwirbt die erforderlichen Qualifikationen (Anforderungen nach § 39 a) an der Christophorus Akademie in München.

2010

Als Vertretung der Koordinatorin wird Yvonne Bär eingestellt.

Es findet ein Kurs „Sterbende begleiten lernen“ statt. Ausbilder sind Dr. Pfister und Barbara Süß, Polling.

2011

Monika Anzinger (Palliative Care Pflegefachkraft und Koordinatorin) wird eingestellt.

Yvonne Bär beendet ihre Tätigkeit als Vertretung der Koordinatorin. Ihre Stelle übernimmt Franziska Scarisbrick.

2012

Erstmals kann Förderung nach § 39 a II SGB V beantragt werden.

Teilnahme von zwei Interessentinnen an einem Vorbereitungsseminar für HospizbegleiterInnen im LKr München.

2013

Abermals Teilnahme von zwei Interessenten an einem Vorbereitungsseminar für HospizbegleiterInnen im LKr München.

Kooperationsvereinbarung mit den Asklepios Fachkliniken München Gauting.

Das Caritas Altenheim „Marienstift“ in Gauting wird geschlossen. Die begleiteten Bewohner werden an ihrem neuen Wohnorten weiter betreut.

Zusammenarbeit mit dem Caritas Altenheim „Maria Eich“ in Krailling.

Franziska Scarisbrick beendet die Tätigkeit als stellvertretende Koordinatorin.

2014

Durchführung eines Vorbereitungsseminares für HospizbegleiterInnen in Gauting unter der Leitung von Monika Anzinger und Brigitte Schmitt-Hauser.

14 HospizbegleiterInnen nehmen ehrenamtlichen Dienst auf.

Koordinatorin Monika Anzinger wechselt zum SAPV-Team Fürstenfeldbruck.

2015

Zum 01. Januar beginnt Michaela Heinz ihre Tätigkeit als Koordinatorin.

2016

ein weiterer Befähigunskurs wird von Franziska Scarisbrick und Michaela Heinz, MSc. durchgeführt

neugeordneter Kooperationsvertrag mit Klinikum Starnberg tritt in Kraft

Oktober die neuen Hospizbegleiter werden in die bestehende Gruppe aufgenommen

10-jähriges Jubiläum des Ambulanten Hospizdienstes